Kapitalakkumulation durch Kapitalbesteuerung? Eine kontextuelle Analyse der Vermögensbesteuerung

Ulrich Klüh

Abstract


Der Artikel untersucht die Frage, ob eine stärkere Besteuerung von Vermögen/Kapital einen sinnvollen Beitrag zur Lösung aktueller sozioökonomischer Probleme liefern kann. Er betont sowohl makroökonomische Aspekte als auch Einsichten der Theorie optimaler Besteuerung. Obwohl die meisten Argumente traditionelle ökonomische Einsichten beinhalten, wird versucht, diese Argumente im Sinne einer kontextuellen Ökonomik in eine umfassendere Analyse gegenwärtiger ökonomischer Herausforderungen einzubetten. Insbesondere werden Aspekte beleuchtet, die nicht nur die Bildung von Real- und Finanzkapital, sondern Sozial-, Human-, und Naturkapital berücksichtigen. Der Artikel kommt zu dem Ergebnis, dass die übliche Sorge, eine Vermögensbesteuerung schade der Kapitalakkumulation und damit der Wirtschaftsentwicklung, einer verengten Sichtweise geschuldet ist.

The article asks whether wealth/capital taxes represent useful tools to deal with current socio-economic challenges. It focuses on economic perspectives, in particular saving-investment imbalances, the current underutilization of productive resources, and results from the theory of optimal taxation. Though most arguments are from the realm of traditional economics, the article provides a contextual perspective. In particular, it takes into account forms of capital that are not usually associated with the issue of capital taxation, namely human, social, and natural capital. The article concludes that capital taxation may well represent a possibility to increase overall capital accumulation and thus benefit economic development.


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DOI: http://dx.doi.org/10.18156/eug-1-2016-art-7

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